
Silver Spiders
Der Nebel hing schwer zwischen den Bäumen, als […] bemerkte, dass der Weg
verschwunden war. Kein Laut, kein Wind, nur ein leises Rascheln, als würde etwas über die Blätter huschen. Ein feiner Faden glitzerte am Boden, zog sich zwischen Wurzeln hindurch, als wollte er […] irgendwohin führen.Vorsichtig folgte […] ihm, Schritt für Schritt. Je tiefer der Wald wurde, desto zahlreicher wurden die Fäden. Kleine Spinnen krabbelten lautlos über die Rinde, ihre Augen glühten wie winzige Sterne. Es war seltsam, unheimlich und doch schön.Dann tauchte Licht auf. Nicht von der Sonne, sondern von hunderten kleinen Feuerstellen, die wie Glühwürmchen über die Lichtung verstreut waren. […] trat aus dem Gebüsch … und erstarrte.Vor […] lag ein Lager. Menschen bewegten sich zwischen Zelten aus feiner Seide, ihre Rüstungen schimmerten wie Spinnenpanzer. Auf ihren Schultern ruhten Spinnen, still und wachsam. Manche ritten auf dunklen Pferden, deren Mähnen von silbernen Fäden durchzogen waren.Eine Frau mit bernsteinfarbenen Augen kam näher. Auf ihrer Schulter saß eine große schwarze Spinne, die sich kaum bewegte. „Du hast den Weg gefunden“, sagte sie leise. „Nur wenige sehen die Fäden.“Behutsam folgte […] der Frau.Das Lager vibrierte vor leisen Stimmen, einem Hauch von Lachen und einem Schimmer von Magie. Die Spinne auf der Schulter der Frau hob langsam den Kopf. Ein silberner Faden löste sich, schwebte durch die Luft und legte sich sanft um […]s Handgelenk. „Willkommen im Netz der Silver Spiders,“ sprach die Frau mit einer Stimme, die zugleich nah und fern klang. „Nicht jeder verirrt sich hier, manche werden gerufen.“

